Projekte
Netzwerk ethnischer Ökonomie
Dieses Projekt wird hauptsächlich vom Beauftragten des Senats von Berlin für Integration und Migration finanziert. Im Rahmen des Projektes bietet die GUWBI e.V. Beratungen für Existenzgründer/-innen und Kleinstgewerbetreibende mit Migrationshintergrund an.
Außerdem unterstützt sie die Zusammenarbeit von Projekten und Eigenorganisationen von Selbständigen, ermittelt lokale und berlinweite Handlungsfelder im Bereich der ethnischen Ökonomien und stellt diese zur Diskussion.
Die Beratungen beinhalten folgende Themenfelder:
- Die Formalien einer Existenzgründung,
- öffentliche Unterstützungen für Existenzgründer/-innen,
- Konsultation über ein Geschäftskonzept,
- Konsultation über Gründungsideen,
- Selbständigkeit aus der Arbeitslosigkeit,
- Beantragung von Genehmigungen zur Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit,
- öffentliche Unterstützung bei der Einstellung von Mitarbeitern und Auszubildenden,
- Formalien bei der Einstellung von Auszubildenden,
- Unterstützung von Kleingewerbetreibenden bei alltäglichen Problemen und Vermittlung von zuständigen Stellen,
- Kreditmöglichkeiten für Selbständige,
- Beratung und Vermittlung von neuen Zuwanderern, die in Berlin die Ausübung einer selbständigen Erwerbstätigkeit bezwecken.
Die GUWBI e.V. initiiert selbst Netzwerke oder wirkt in Netzwerken aktiv mit. Unter anderem ist der Verband ethnischer Ökonomie in Berlin Brandenburg (VEÖBB) auf Initiative der GUWBI e.V. entstanden. Sie ist Mitglied im Gesprächskreis Wirtschaft und Migration in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen.
Seit mehreren Jahren gestaltet die GUWBI e.V. das Projekt „Seminare für Existenzgründer-/innen mit Migrationshintergrund“ inhaltlich mit. Dieses Projekt wird von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen finanziert.
GUWBI e.V. ist auch Mitglied im der Arbeitsgruppe zur Vorbereitung der deGUT. Mit den anderen Mitgliedern des VEÖBB vertritt sie die Belange der ethnischen Ökonomie in dieser Arbeitsgruppe. Das beinhaltet die Mitgestaltung und das Mitwirken bei der Umsetzung der für die ethnische Ökonomie relevanten Bereiche im Rahmen der deGUT.
Die GUWBI e.V. entwickelt Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ExistenzgründerInnen und für die Führung von Unternehmen durch Selbständige mit Migrationshintergrund. Sie stellt diese Vorschläge in verschiedenen Gremien zur Diskussion. Insbesondere thematisierte sie in den letzten Jahren Felder wie Mikrokredite, Überbrückungskredite und Anerkennungen der aus den Heimatländern erworbenen Qualifikationen und Berufsabschlüsse.
Bridge: Berliner Netzwerke für Bleiberecht
Im Rahmen des Xenos - Programms gibt es in Berlin drei Netzwerke, diese bestehen ihrerseits aus mehreren Teilprojekten. Die GUWBI e.V. bietet in seinem Teilprojekt Personen aus ehemaligen Krisen-/Kriegsgebieten mit befristetem Aufenthaltstiteln (Bleibeberechtigte) und Geduldeten mit Zugang zum Arbeitsmarkt Unterstützungen bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit.
Wir haben das Ziel, dass sie ihren Lebensunterhalt weitgehend selbst erwirtschaften und dadurch ihren Aufenthalt in Deutschland sichern können. Wir bieten diesem Personenkreis folgende Unterstützungen an:
Förderung der Selbstständigkeit durch:
- Beratung
- Qualifizierung
- Begleitung
Förderung bei der Aufnahme abhängiger Beschäftigung durch:
- Beratung
- Qualifizierung
- Vermittlung von Arbeits- und Praktikumsplätzen
- Begleitung
Projekt: Im Rahmen des Lokalen Sozialen Kapitals (LSK) Moabit West
Selbsthilfeinitiative von Gewerbetreibenden im Quartiersmanagementgebiet (QM-Gebiet) Moabit West
Die Gewerbetreibende im Gebieten mit besonderem Entwicklungsbedarf haben in der Regel besondere Schwierigkeiten, die in Krisenzeiten sich noch verschärfen. Die sinkende Kaufkraft der Bewohner und damit hergehender Umsatzrückgang bilden den Hauptanteil der Probleme. Darüberhinaus agieren sie in Quartieren, die oft mit Umweltproblemen behaftet sind, oder einen großen Anteil von Leeständen haben. Viele öffentliche Räume sind Treffpunkte von Alkohol- und Drogenabhängigen.
Die Gewerbetreibenden mit Migrationshintergrund, die sich in den letzten Jahren überwiegend aus Arbeitsmarktgründen eine selbständige Erwerbstätigkeit aufgebaut und sich in diesen Gebieten niedergelassen haben, verfügen über besondere Probleme, die sich von kleinen betriebswirtschaftlichen Schwierigkeiten bis hin zu strukturellen Barrieren erstrecken. Ihre Überwindung kann zum Teil im Dialog mit Institutionen, Ämtern und Organisationen, die in den benachteiligten Gebieten agieren, überwunden werden. Eine Selbsthilfeinitiative von Gewerbetreibenden kann als Interessenvertreterin in diesen Gebieten über Probleme mit den zuständigen Institutionen beraten und Lösungsvorschläge unterbreiten. Darüberhinaus ist eine Selbsthilfeinitiative ein Instrument zum Aufbau von weiteren Kooperationsformen unter den Gewerbetreibenden.
Im Rahmen dieses Projektes widmet sich die GUWBI e.V. dem Aufbau einer Initiative und bietet den örtlichen Gewerbetreibenden im QM-Gebiet Moabit-West folgende Dienstleistungen an:
- Fördermöglichkeiten
- Einstellung von Personal
- Betriebswirtschaftliche Beratung
- Steuerliche Pflichten
- Rechtsangelegenheiten
- Bewältigung alltäglicher Probleme
Existenzgründungsberatungen und - seminare für GründerInnen und junge UnternehmerInnen im Quartiersmanagementgebiet (QM-Gebiet) Moabit West
Des Weiteren kooperiert GUWBI im Rahmen des obigen Projektes mit der Türkisch-Deutschen Unternehmervereinigung Berlin-Brandenburg e.V (TDU). Ziel des obigen Projektes ist die Unterstützung von ExistenzgründerInnen in allen Belangen der Unternehmensgründung.